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Traumjob – Mythos oder machbar?

Was Forschung & Praxis zeigen

Datum: 21.09.2025
Autorin: Maria Malik

Hast du deinen Traumjob schon gefunden? Jede:r Vierte denkt täglich über einen Jobwechsel nach, so die Ergebnisse einer Umfrage von Stepstone (Stepstone, 2024). Das ist ein trauriges Ergebnis, insbesondere wenn man bedenkt, dass wir im Laufe unseres Lebens rund 50.000 Stunden in unserem Job verbringen (RHI, 2023).

Aber wie definiert man eigentlich den Begriff „Traumjob“ – und wie kann man diesen erreichen?

Den Traumjob allgemein zu definieren, ist gar keine leichte Aufgabe. Den einen geht es ums Geld, den anderen um den Sinn, und wieder andere möchten die acht Stunden in der Arbeit in guter Gesellschaft verbringen.

Ganz allgemein kann man den Traumjob als einen Zustand „beruflicher Zufriedenheit“ definieren. Das bedeutet: Unsere Bedürfnisse, Werte und Erwartungen stimmen mit der beruflichen Situation überein.

Aber wie erreichen wir nun diesen Zustand beruflicher Zufriedenheit?

Auch diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn jede:r hat andere Vorstellungen davon, was es für berufliche Zufriedenheit braucht. Und trotzdem gibt es in jeder beruflichen Situation manche Mitarbeiter:innen, die zufriedener sind als andere.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2001 hat sich mit der Arbeitszufriedenheit von Spitalsreinigungspersonal beschäftigt und herausgefunden, dass neben äußeren Faktoren wie den Arbeitsbedingungen vor allem unsere eigene Sichtweise auf unseren Job einen enormen Einfluss auf die berufliche Zufriedenheit hat (Wrzesniewski & Dutton, 2001). In der Studie wurden Interviews mit den Angestellten geführt und die Beteiligten nach ihrer Tätigkeit befragt.

Manche beschrieben ihre Tätigkeiten ungefähr so: „Meine Aufgabe ist es, die Böden zu wischen und die Betten zu machen.“

Andere eher so: „Ich helfe dabei, dass Patient:innen in einer hygienischen Umgebung genesen können und manchmal bin ich die einzige Person, mit der sie ein paar freundliche Worte wechseln.“

Der Unterschied ist ganz klar – und die Frage, wer wohl zufriedener ist, muss kaum gestellt werden.

Was die einen positiv gemeistert haben und die anderen eher nicht, nennt sich in der Fachsprache Jobcrafting.

Unter Jobcrafting versteht man den „proaktiven Prozess der Umgestaltung der eigenen Arbeit, um sie besser mit den persönlichen Stärken, Interessen, Werten und Zielen in Einklang zu bringen“ (Wrzesniewski & Dutton, 2001).

Macht Sinn, oder?

Aber wie setzt man das nun konkret um?

Zunächst sollte man die eigenen Stärken, Interessen, Werte und Ziele kennen – und diese wirklich ganz konkret für sich selbst definieren.

Also: Was sind deine Stärken?

Was kannst du gut?

Was machst du gerne?

Was ist dir wichtig im Job – aber auch privat?

Was möchtest du erreichen? Und warum?

Meiner Erfahrung nach beschäftigen wir uns relativ wenig mit diesen wichtigen Fragen. Obwohl sie die Voraussetzung für berufliche Zufriedenheit und Glück sind.

Daher hier meine Einladung an dich: Beantworte diese Fragen für mehr Klarheit und ein besseres Verständnis dafür, was Traumjob für dich bedeutet.

Viel Spaß und gutes Gelingen! 🫶


Quellen:

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